Kennst du das auch? Du hast eine riesige Mauer um dich herum gebaut. Mit der Zeit und mit jeder Enttäuschung wurde diese Mauer höher und dicker. Du hast das Gefühl, diese Mauer kann nichts und niemand mehr einreißen. Niemand kommt mehr an dich heran. Die Mauer bietet dir Schutz.Doch dann kommt jemand. Ein ganz besonderer Mensch. Und dieser Mensch schafft das schier unmögliche und fängt an, einzelne Steine aus deiner Mauer herauszubrechen. Anfangs bist du noch skeptisch, hast Angst, den Schutz um dich herum zu verlieren, wieder verletzbar zu sein. Doch dann fängst auch du an, von innen heraus Steine zu entfernen.Doch steh zu dir und deinen Gefühlen. Dein Mut zu Ehrlichkeit und Verletzlichkeit öffnet die Tür zu deinem eigenen Herzen und für die Nähe zum Herzen von Partner/in oder Freund/in. Einer von beiden muss als erster diese Tür wieder öffnen, damit wahre Herzensverbindung wieder zustande kommt.

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An den Tagen an denen man alles hinschmeißen möchte, sich in eine Ecke verziehen könnte um dort laut zu brüllen, blieb mir keine Wahl als alles, in das ich eh wie in vielen Dingen meines Lebens, hineingezwungen worden war, zu verändern.

Alles fing damit an, das ich eines Tages bei meiner täglichen Arbeit als Automobilverkaufsberater einem neuen Kunden ein extravagantes Auto verkaufen musste.

Es gestaltete sich schwierig da der Kunde schon ein etwas sonderbares Kerlchen war, und spornte mich deshalb zusätzlich an, dieses Geschäft zum Abschluss zu bringen. Es gelang letztendlich das Geschäft an den Mann zu bringen und mich von einem zufriedenen Kunden zu verabschieden. Es vergingen ein paar Wochen in denen ich den Kunden noch einmal sah als er sein neues Fahrzeug zur ersten Wartung brachte. Da er darauf wartete, kamen wir wieder ins Gespräch in dessen Verlauf er mir erzählte was er beruflich machte und sich für den zusätzlichen Kauf eines Firmenwagens entschied. Während wir Typ und Farbe aussuchten machte er mir verständlich, dass er das Fahrzeug eigentlich nicht bräuchte, da er ja niemanden seiner Mitarbeiter hatte, der das Fahrzeug fahren könnte. Ich sagte nichts, wunderte mich nur. Allerdings sollte mir das Wundern kurz danach vergehen und in blankes Erstaunen ausarten. Sein Fahrzeug war über unser erneutes Geschäft fertig geworden und er bezahlte die Rechnung. Beim Gehen avisierter er mir noch das Datum an dem er das neue Fahrzeug abholen wollte. An besagtem Tag erhielt ich einen Anruf, ob ich das Fahrzeug nicht in seinem Unternehmen vorbeibringen könnte, er würde mich auch wieder zurückbringen. So brachte ich das Fahrzeug dorthin um anschließend mit dem Kunden ausgiebig Kaffee zu trinken, ein Jobangebot von Ihm in der Tasche zu haben und mit tausend Gedanken im Kopf von ihm zurückgefahren wurde. Das Jobangebot war so lukrativ, das ich mich kurz darauf entschied das Angebot anzunehmen und als Dienststellenleiter in sein Unternehmen einzusteigen.

Von da an lief in meinem Leben nichts mehr wie es war und ich bemerkte nicht wie sich um mich herum alles veränderte und vor allem wie ich mich veränderte. Im Sommer 1986 trat ich also frisch gestriegelt und rasiert die Stelle in meinen neuen Wirkungsbereich an. Ich wurde freundlich und natürlich musternd  in das Unternehmen aufgenommen und war bald darauf als Chef der Niederlassung von den Mitarbeitern akzeptiert und hatte zufriedene Mitarbeiter um mich herum, was der Arbeit natürlich zugute kam.

Leider sollte alles anders kommen als ich es mir gewünscht hatte, denn 18 Monate später musste der Firmeninhaber auf Grund der Insolvenz eines Auftraggebers selbst Insolvenz anmelden, so dass wir noch am selben Tag ohne Beschäftigung auf der Straße standen.

Aus der Not eine Tugend gemacht gründeten wir noch in derselben Woche ein eigenes Unternehmen in der gleichen Branche und machten uns  selbstständig.  Als Büro wählten wir Räume dem Satus entsprechend und mieteten Räumlichkeiten über dem Südlandhaus in Mannheim an. Das Unternehmen ging sich gut an und wir hatten genügend Aufträge und Mitarbeiter, so dass wir grundlegend gut in die Zukunft blicken konnten. Aus der täglichen Bürozusammenarbeit und der Tatsache das zwei alleinstehend waren, entwickelte sich bald darauf eine Freundschaft die in einer Beziehung endete. Es war ja alles soweit ok bis an dem Tag als ich auf  Drängen  dann 1990 ein Haus kaufte und  meine Eltern zu uns genommen habe. Ich erhoffte mir eine gute Zukunft. Es lief alles gut bis zu der Zeit genau zwei Jahre später als mein Vater leider viel zu früh und unerwartet verstorben ist. Von da an musste ich mich mit 3 Problemen auseinandersetzen. Eine trauernde Mutter, die Ihren Mann nach 52 Ehejahren verloren hatte, eine dauernd nörgelnde Ehefrau, die nicht verstehen konnte dass ich mich um meine Mutter kümmern musste und die Existenz der Firma, die zu diesem Zeitpunkt leider auch zu zerbrechen drohte. Es kam so, dass ich selbst wieder Arbeiten musste um zusätzliches Geld in die Firma einzubringen, was aber für meine besseren Hälfte überhaupt nicht in Frage kam.

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